Ärmellänge
Auch: Sakko-Ärmellänge · Ärmellänge Sakko · Sleeve Length
Die Ärmellänge beim Sakko ist richtig, wenn der Ärmel bei locker hängendem Arm am Handgelenkknochen endet und darunter 1 bis 1,5 Zentimeter Hemdmanschette sichtbar bleiben. Gemessen wird von der Schulternaht bis zum Ärmelsaum. Weil die Arme vieler Menschen unterschiedlich lang sind, wird die Länge beim Massanzug für jeden Arm einzeln bestimmt.

Die Faustregel: 1 bis 1,5 Zentimeter Manschette
Stellen Sie sich gerade hin und lassen Sie die Arme entspannt hängen. Der Sakkoärmel sollte den Handgelenkknochen knapp berühren, die Hemdmanschette darunter 1 bis 1,5 Zentimeter hervorschauen. Dieses schmale Band Weiss oder Hellblau verbindet optisch Sakko und Hand und zeigt, dass Hemd und Sakko aufeinander abgestimmt sind.
Ist gar keine Manschette sichtbar, wirkt der Ärmel zu lang und der Träger kleiner. Sind es mehr als 2 Zentimeter, sieht das Sakko zu klein aus. Als Kontrollpunkt gilt auch: Der Ärmelsaum liegt bei hängendem Arm etwa 12 bis 13 Zentimeter über der Daumenspitze. Bei Trägern mit grossen Händen darf er etwas tiefer sitzen.
Hemd und Sakko müssen zusammenpassen
Die Regel funktioniert nur, wenn auch der Hemdärmel stimmt. Er sollte etwa 1 Zentimeter über die Handwurzel reichen und beim Anwinkeln des Arms nicht zurückrutschen. Ist der Hemdärmel zu kurz, verschwindet die Manschette im Sakko, auch wenn dieses perfekt geschnitten ist.
Wer Doppelmanschetten mit Manschettenknöpfen trägt, braucht eine etwas weitere Sakkoöffnung, weil die Manschette mehr aufträgt. Die Uhr spielt ebenfalls eine Rolle: Eine flache Uhr verschwindet unter der Manschette, eine hohe Taucheruhr braucht am Uhrenarm einige Millimeter mehr Weite. Darum lohnt es sich, Massanzug und Masshemd gemeinsam zu planen und zur Anprobe das Hemd und die Uhr mitzubringen, die man am häufigsten trägt.
Ärmellänge beim Massanzug
Bei Konfektion ist die Ärmellänge an die Grösse gekoppelt. Lange Arme bei schmaler Brust bedeuten fast immer zu kurze Ärmel. Ein Kürzen um 2 bis 3 Zentimeter ist meist möglich, ein Verlängern nur um so viel Stoff, wie im Saum eingeschlagen ist, oft kaum 2 Zentimeter.
Beim Massanzug wird der Ärmel nach Mass gefertigt, und zwar für links und rechts getrennt. Abweichungen von 1 Zentimeter zwischen beiden Armen sind häufig, vor allem bei Rechtshändern oder Tennisspielern mit ausgeprägter Schlagschulter. Bei The Sartorialist gehören Armlänge, Oberarmumfang und Handgelenkweite zu den über 30 Messparametern, die beim Massnehmen erfasst werden.
Funktionsknopflöcher und Änderungen
Wer sich Funktionsknopflöcher am Ärmel wünscht, sollte die Länge besonders sorgfältig festlegen. Sind die Knopflöcher einmal geschnitten, lässt sich der Ärmel am Saum nicht mehr kürzen, ohne dass die Knöpfe zu nah an der Kante sitzen. Eine Änderung wäre dann nur über die Schulter möglich, was aufwendig ist.
Bei geschlossener Manschette mit aufgenähten Knöpfen bleibt mehr Spielraum. Beim Massanzug wird die Länge in der Anprobe kontrolliert, bevor die Knopflöcher geschnitten werden. Im Konfigurator «Styles & Options» wählen Sie Anzahl und Anordnung der Ärmelknöpfe, die genaue Länge wird beim Termin im Atelier an der Kuttelgasse 7 festgelegt.
Häufige Fragen zu «Ärmellänge»
Wie viel Hemd soll unter dem Sakkoärmel hervorschauen?
Bei hängendem Arm 1 bis 1,5 Zentimeter. Das gilt für Business-Anzüge genauso wie für Smoking und Hochzeitsanzug.
Kann man Sakkoärmel verlängern?
Nur um den Stoff, der im Saum eingeschlagen ist, meist 1 bis 2 Zentimeter. Bei Funktionsknopflöchern ist eine Änderung am Saum kaum möglich.
Wie misst man die Ärmellänge?
Vom äusseren Schulterpunkt über den leicht gebeugten Ellbogen bis zum Handgelenkknochen. Am einfachsten misst eine zweite Person, während Sie gerade stehen.






