Dresscode Hochzeit
Auch: Hochzeit Dresscode Herren · Kleiderordnung Hochzeit · Dresscode Hochzeitsgast
Der Dresscode einer Hochzeit legt fest, wie formell sich die Gäste kleiden sollen, und steht meist auf der Einladung. Häufige Angaben sind «Black Tie», «Festlich», «Cocktail» und «Sommerlich» oder «Garden Party». Fehlt eine Angabe, ist für Herren ein dunkler oder mittlerer Anzug mit Krawatte angemessen.

Warum Paare einen Dresscode angeben
Ein Dresscode auf der Einladung hilft den Gästen und dem Paar. Gäste wissen, ob der Smoking aus dem Schrank muss oder ob ein Sakko genügt. Das Paar bekommt ein stimmiges Bild auf den Fotos, ohne dass einzelne Gäste deutlich über- oder unterangezogen sind.
Im deutschsprachigen Raum stehen auf Einladungen oft englische Begriffe wie «Black Tie» oder «Cocktail», daneben freie Formulierungen wie «Festlich elegant» oder «Sommerlich leicht». Freie Formulierungen lassen Spielraum, sind aber weniger eindeutig. Wer unsicher ist, fragt beim Paar oder den Trauzeugen nach. Das ist völlig üblich und besser als ein Fehlgriff, der den ganzen Tag lang auffällt.
Die gängigen Angaben übersetzt
«White Tie» bedeutet Frack und ist an Hochzeiten selten. «Black Tie» verlangt einen Smoking mit schwarzer Fliege, typisch für Feiern ab dem frühen Abend. «Morning Dress» oder «Cut» meint den Cutaway, eine Tradition vor allem bei britischen und sehr klassischen Trauungen am Vormittag.
«Festlich» oder «Formal» heisst für Herren: dunkler Anzug, Krawatte, eventuell Weste. «Cocktail» erlaubt einen etwas leichteren Anzug, auch in mittleren Farben, Krawatte bleibt üblich. «Sommerlich», «Garden Party» oder «Smart Casual» bedeuten hellere Anzüge oder Kombinationen, Leinen und Baumwolle sind willkommen, die Krawatte ist optional. «Casual» bei einer Hochzeit heisst selten Jeans, sondern eher Chino und Sakko ohne Krawatte.
Ohne Angabe: die sichere Lösung
Steht kein Dresscode auf der Einladung, helfen drei Fragen: Wann beginnt die Feier, wo findet sie statt, und wie feiern die Gastgeber sonst? Eine Trauung am Vormittag in einer Dorfkirche mit anschliessendem Apéro verlangt etwas anderes als ein Abendessen in einem Grandhotel.
Für Herren ist ein Anzug in Marineblau oder Grau mit Hemd und Krawatte fast immer richtig. Damit ist man weder zu formell noch zu leger, und die Krawatte lässt sich später am Abend ablegen. Ein Sakko mit Stoffhose genügt bei kleinen, lockeren Feiern, wirkt aber neben Gästen im Anzug schnell zu einfach. Im Zweifel lieber eine Stufe festlicher erscheinen als eine Stufe zu leger.
Was Gäste vermeiden sollten
Einige Regeln gelten unabhängig vom Dresscode. Gäste sollen den Bräutigam nicht überstrahlen: kein Cutaway, wenn der Bräutigam im Anzug heiratet, keine auffälligen Hochzeitsaccessoires wie eine Boutonnière, wenn diese dem Brautpaar und den Trauzeugen vorbehalten ist. Ganz in Weiss erscheinen nur Braut und, falls gewünscht, der Bräutigam.
Schwarz ist bei Tageshochzeiten heikel, weil es an Trauerkleidung erinnert; ein schwarzer Anzug am Abend ist dagegen in Ordnung. Sportliche Elemente wie Turnschuhe, Kapuzenpullover oder kurze Hosen passen nur, wenn das Paar ausdrücklich dazu einlädt. Und schliesslich das Wetter: Bei einer Feier im Freien gehören ein Sakko aus leichtem Stoff und Schuhe mit Gummisohle zu einer klugen Wahl.
Häufige Fragen zu «Dresscode Hochzeit»
Was bedeutet «Festlich» als Dresscode an einer Hochzeit?
Für Herren bedeutet «Festlich» einen dunklen oder mittleren Anzug mit Hemd und Krawatte, eine Weste ist möglich. Ein Smoking ist nicht verlangt, solange nicht ausdrücklich «Black Tie» angegeben ist.
Darf man als Gast einen schwarzen Anzug tragen?
Am Abend ja, tagsüber besser nicht, weil Schwarz an Trauerkleidung erinnert. Marineblau, Grau oder bei Sommerhochzeiten helle Töne sind die bessere Wahl.
Was trägt man, wenn kein Dresscode angegeben ist?
Ein marineblauer oder grauer Anzug mit Hemd und Krawatte ist fast immer angemessen. Bei einer sehr kleinen, lockeren Feier genügt auch eine Kombination aus Sakko und Stoffhose.






