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Glossar · Weste & Anlass

Smoking

Auch: Tuxedo · Dinner Jacket · Dinnerjacket

Ein Smoking ist ein festlicher Abendanzug mit seidenbelegtem Revers, meist in Schwarz oder Mitternachtsblau, und die Kleidung für den Dresscode Black Tie. Typisch sind ein Knopf, Taschen ohne Patten, eine Hose mit Seitenstreifen sowie Fliege und Kummerbund oder Weste. Getragen wird er bei Abendanlässen ab etwa 18 Uhr.

Zeichnung eines einreihigen Smokings mit Schalkragen aus schwarzer Seide und einem Knopf

Herkunft: vom Rauchzimmer zum Abendanzug

Der Name verrät den Ursprung. Im 19. Jahrhundert zogen sich englische Herren nach dem Dinner ins Rauchzimmer zurück und tauschten den Frack gegen eine bequemere Jacke, die «smoking jacket». Der Prinz von Wales, der spätere König Edward VII., liess sich um 1865 eine kurze, schwanzlose Abendjacke schneidern, die er bei informellen Dinners trug. Daraus entwickelte sich das «dinner jacket».

In den USA wurde die neue Abendjacke um 1886 im Tuxedo Park Club bei New York bekannt, daher der amerikanische Name «Tuxedo». Im deutschsprachigen Raum blieb der Begriff «Smoking» haften. Was einst die lockere Alternative zum Frack war, ist heute selbst die festliche Abendkleidung schlechthin.

Woran man einen Smoking erkennt

Das wichtigste Merkmal sind die seidenbelegten Revers. Der Belag ist entweder glänzender Satin oder matte, fein gerippte Ripsseide, auch Grosgrain genannt. Das Revers ist ein Schalkragen oder ein steigendes Revers. Ein fallendes Revers gilt als weniger klassisch.

Das Sakko hat einen Knopf, die Taschen sind paspeliert, also ohne Patten. Knöpfe sind mit Seide bezogen oder aus Horn. Die Hose ist aus demselben Stoff und trägt an der Seitennaht einen Galonstreifen aus demselben Seidenmaterial wie das Revers. Sie hat keine Gürtelschlaufen und keinen Aufschlag, gehalten wird sie mit Seitenregulierern oder Hosenträgern. Zweireihige Smokings mit sechs Knöpfen sind eine elegante Alternative und werden stets geschlossen getragen.

Farben und Stoffe

Klassisch ist ein Smoking schwarz oder mitternachtsblau. Mitternachtsblau gilt unter Kennern als besonders raffiniert, weil es unter künstlichem Licht dunkler und satter wirkt als Schwarz. Diesen Effekt soll Edward VIII., der spätere Duke of Windsor, in den 1920er Jahren geschätzt haben.

Für warme Sommerabende und Anlässe in tropischem Klima gibt es das weisse oder elfenbeinfarbene Dinnerjacket, das mit schwarzer Smokinghose getragen wird. Samtjacken in Bordeaux, Flaschengrün oder Nachtblau sind die Variante für private Abende.

Als Stoff eignet sich ein feines Kammgarn, ein Barathea mit feiner Struktur oder ein leichtes Mohair-Gemisch um 260 bis 300 Gramm, das kaum knittert und unter Licht leicht schimmert.

Was zum Smoking gehört

Zum Smoking trägt man ein weisses Smokinghemd mit Umlegekragen und Doppelmanschetten, oft mit Piqué-Brust oder feinen Biesen und verdeckter Knopfleiste oder Hemdknöpfen. Dazu gehören Manschettenknöpfe, eine schwarze Fliege, idealerweise selbst gebunden und aus demselben Material wie der Reversbelag.

Die Taille wird mit einem Kummerbund oder einer tief ausgeschnittenen Abendweste bedeckt, beides nie zusammen. Beim zweireihigen Smoking entfällt beides, weil das Sakko geschlossen bleibt. An den Füssen trägt man schwarze Lackschuhe oder auf Hochglanz polierte Oxford-Schuhe aus Glattleder, dazu schwarze, lange Socken aus feiner Wolle oder Seide. Ein weisses Einstecktuch aus Leinen oder Seide rundet das Bild ab.

Smoking als Massanfertigung

Ein Smoking verzeiht wenig. Glänzende Seidenrevers betonen jede Falte, und eine einknöpfige Front zeigt sofort, ob die Taille richtig sitzt. Darum lohnt sich gerade beim Smoking die Massanfertigung: Schulter, Brust und Taille werden nach eigenen Massen geschnitten, die Hose wird auf Hosenträger oder Seitenregulierer und einen leichten Hosenbruch abgestimmt.

Im Konfigurator «Styles & Options» lassen sich im Bereich Black Tie Revers und Reversbelag in Satin oder Grosgrain, Schalkragen oder steigendes Revers, ein- oder zweireihige Front sowie Hosenbund und Galonstreifen wählen. Bei The Sartorialist entsteht jeder Smoking in Full Canvas Verarbeitung, 100 % Made in Italy, und ist in 20 Arbeitstagen abholbereit.

Häufige Fragen zu «Smoking»

Was ist der Unterschied zwischen Smoking und Anzug?

Ein Smoking hat seidenbelegte Revers, Taschen ohne Patten, meist einen Knopf und eine Hose mit Seitenstreifen. Er wird nur abends zu Black-Tie-Anlässen mit Fliege getragen. Ein Anzug ist dagegen Tages- und Business-Kleidung ohne Seidenbesatz.

Trägt man zum Smoking eine Fliege oder eine Krawatte?

Klassisch eine schwarze Fliege, idealerweise selbst gebunden und aus demselben Material wie der Reversbelag. Eine schwarze Krawatte ist eine moderne Variante, gilt aber nicht als korrektes Black Tie.

Kann ein Bräutigam einen Smoking tragen?

Ja, besonders bei Abendtrauungen oder Feiern mit Dresscode Black Tie. Bei einer Trauung am Vormittag ist ein Cutaway oder ein Anzug traditionell passender.

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